ZS80: Eine Kirche auf dem Dachboden – Reformation und das Goldene Zeitalter in den Niederlanden

Wir springen nach Amsterdam: 1661 beginnt dort der Katholik Jan Hartmann, eine Kirche in sein Grachtenhaus zu bauen. Es entstand eine beeindruckende Kirche, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts genutzt wurde, ehe sie 1888 zu einem Museum wurde, das noch heute besucht werden kann: das Museum Ons’ Lieve Heer op Solder.

Um zu klären, warum Jan Hartmann das gemacht hat, sprechen wir über eine faszinierende Zeit in der niederländischen Geschichte: Die Reformation, den Achtzigjährigen Krieg und das Goldene Zeitalter, in dem Amsterdam zu einer der bedeutendsten Städte der Welt wurde.

Das Outro ist die niederländische Nationalhymne, auch Het Wilhelmus oder Geusenhymne genannt. Die in der Episode kurz angesprochene Textzeile, die Wilhelms Zwiespalt verdeutlicht, ist: “Ein Prinz von Orange bin ich frei unerfehrt, den König von Hispanien hab ich allzeit geehrt.” Im Original: “Een Prinse van Oranje ben ik, vrij, onverveerd, den Koning van Hispanje heb ik altijd geëerd.”

Die Kirche in der heutigen Form, fotografiert von der obersten Galerie.
Hier hat der Priester der Kirche gewohnt, zuerst Peter Parmentier.
Aus dem Fenster der Dachbodenkirche ist die neue Kirche zu sehen, nach deren Fertigstellung die Hauskirche 1888 zu einem Museum wurde: die Basilika St. Nikolaus.

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2 Antworten auf „ZS80: Eine Kirche auf dem Dachboden – Reformation und das Goldene Zeitalter in den Niederlanden“

Hübsch, wie man mal wieder die religion für Machtpolitische Zwecke eingespannt hat.
Hier in Köln gibt es übrigens einen noch gut erhaltenen Geusen-Friedhof.

Ich habe vor kurzer Zeit euren Podcast entdeckt und habe mich von der ersten Folge bis zu dieser durchgearbeitet. Es macht Spaß euch zu zuhören und es freut mich, was ich schon alles gehört und gelernt habe. Der Bildungsauftrag ist also erfüllt. 🙂

Zu dieser Folge habe ich eine Frage, die ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Wenn ich als Kind mit der Familie in Holland war, erklärte man mir, dass die Eigenheit der Niederländer große Fenster im Erdgeschoß zu haben und diese nicht mit einem Vorhang zu verhängen daher kommt, dass damit für jeden demonstriert wird, dass man nichts zu verbergen hat. Ich hatte das immer mit dem Verbot der Religionen (katholisch etc.) in Verbindung gebracht.

Nach dem Podcast vermute ich, dass ich mit dieser Annahme falsch liege oder doch nicht?

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