ZS71: Wie die Kartoffel nach Europa kam (und alles veränderte)

Wir springen in diesem Zeitsprung anfangs bis 3000 v.d.Zw. zurück, dann aber recht schnell in die europäische Neuzeit. Wir sprechen über die Kartoffel und wie diese, nicht zuletzt durch einen der bekanntesten Herrscher der Neuzeit, zum wohl wichtigsten Nahrungsmittel Europas wurde.

Vielen Dank fürs Vorlesen an Martin Hemmer, der neben der Schauspielerei übrigens auch hervorragende Musik macht!

Der in der Episode vorgetragene Kartoffelbefehl ist übrigens der 2., der einfach interessanter war, weil er auch die Instruktionen, die gedruckt wurden, anspricht. Wer sich den ursprünglichen Kartoffelbefehl durchlesen will, kann das gleich hier tun oder diesen Link klicken:

Der angesprochen Artikel von William H. McNeil, der noch etwas detaillierter erklärt, warum die Kartoffel die Welt so nachhaltig veränderte, ist über JSTOR erhältlich.

 

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8 Antworten auf „ZS71: Wie die Kartoffel nach Europa kam (und alles veränderte)“

Die Geschichte mit dem Bewachen lassen der Kartoffeln kannte ich schon. Leider ist sie nicht wahr, das wäre zu schön. Gute Folge.

Hey zusammen,
ich habe jetzt fast alle eure Folgen gehört und muss jetzt endlich auch mal einen Kommentar hinterlassen. Geschichte war in der Schule ein Hass-Fach, was leider auch am Lehrer lag. Sie konnten einfach nicht mein Interesse wecken. Aber euer Pidcast reißt das wieder raus. Ich bin schwer begeistert und freue mich auf neue Folgen! Habe euch auch schon weiter empfohlen. 😉

Hallo Anett,

vielen Dank für dein Feedback! Sowas freut uns natürlich immer, besonders wenn wir hören, dass wir ehemalige Geschichte-HasserInnen wieder zurück zum Licht führen konnten 🙂

Lg,
Richard

Bei dieser Episode musste ich an folgendes wunderbares Heinz Erhardt-Gedicht denken:

Vom Alten Fritz

Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig,
weiß man zwar viel, doch viel zu wenig.

So ist es zum Beispiel nicht bekannt,
dass er die Bratkartoffeln erfand!

Drum heißen sie auch – das ist kein Witz –
Pommes Fritz!

Hallo ihr Beiden,

nach dem ich nun auch noch die Klimawandelfolge gehört habe, möchte ich euch von der Verarbeitung dieser beiden Ereignisse (kleine Eiszeit und die Kartoffel in Europa) in der Meininger Lokalgeschichte erzählen.
Den Meiningern hat, der Legende nach nämlich die Frau Holle die Kartoffel gebracht. Sie hatte sich als altes Mütterchen auf ein Stadtfest geschlichen und um Wein gebeten. Als man ihr nur den lokalen, sauren Wein angeboten hat, hat sie sich geärgert und die Weinstöcke in Meiningen erfrieren lassen. Der Wein zwar eh nicht besonders gut gewesen, aber doch eine Einnahmequelle und so mussten die Meininger nun hungern. Darauf hatte Frau Holle erbarmen und brachte den Menschen als Ersatz die Kartoffel.
Die Meininger wussten natürlich erstmal nichts mit dieser Erdknolle anzufangen. Deshalb hat sie dem Bürgermeister mit den Worten „Hüt es!“ auch noch ein Kartoffelkloßrezept überreicht. Weswegen die Klöße in Meiningen Hütes heißen.
Ich liebe diese Geschichte, weil sie die klimatischen Veränderungen, die Ankunft der Kartoffel und das Unwissen wie mit der Kartoffel umzugehen ist so wunderbar in eine Legende packt.
Trotz der derzeitigen Klimaerwärmung erinnern bisher nur Ortsbezeichnungen und die Geschichte der Hütes-Holle an den Weinanbau in Meiningen.
Ich freue mich auf jede weitere spannende Anekdote aus der Geschichte, die ihr erzählen werdet.
LG
Regine

Hallo!

Ich höre euren Podcast in umgekehrter Reihenfolge und bin erst jetzt hier gelandet.

1) Eure Folgen sind super und erweitern den Horizont vieler auf extrem angenehme und dadurch nachaltige Weise.
2)durch euch kann ich plötzlich mit notorischen Bildungsverweigerern (“Geschichte? so ein Blödsinn) darüber reden.

Danke für die tolle Zeit.
Michael

Noch zu den Erdäpfeln: es geht in der Folge sehr viel über Deutschland. Noch zu den Österreichern. Im Stift Seitenstetten wurde bereits 1620/1 (nach Christus glaub ich passt da ;-)) der Erdapfel kultiviert und noch viel wichtiger der obligatorische Salat dazu beschrieben.
Trifft sich gut, weil das jetzt genau 400 Jahre her ist.

https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/die-hungerknolle-aus-amerika-und-ihr-stilles-jubilaeum/400817198

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