23 Nov

ZS61: Die niederländische “Tulpenmanie” (und warum sie gar nicht so schlimm war)

Die niederländische Tulpenmanie gilt in der öffentlichen Wahrnehmung als die erste (geplatzte) Spekulationsblase. Wir springen zurück ins beginnende 17. Jahrhundert und sprechen darüber, wie es so weit kam und warum das alles so gar nicht stimmt.

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3 Gedanken zu „ZS61: Die niederländische “Tulpenmanie” (und warum sie gar nicht so schlimm war)

  1. Das mit der Krankheit ist ein wenig zu kurz gekommen. Deswegen ein kleiner Kommentar…
    Irgendwann habe ich zu diesem Thema einmal folgendes gelesen:

    1637 sind Spekulanten zur Regierung von Holland gelaufen und haben gerufen:”Wir benötigen Geld! Ansonsten gibt es eine Staatskriese!”
    Die Regierung hat sich zur Beratung zurück gezogen und ist nach 3 Tagen zur Erkenntnis gekommen:
    “Spekulationen auf Tulpenzwiebel sind nicht Staatstragend sondern das ist Glücksspiel! Und Glücksspiel hat nichts mit Wirtschaftlichkeit zu tun sondern gilt als Krankheit!”

    P.S.: Keine Ursache.

    • Hallo Gomes!

      Interessante Anekdote, aber so wie alles im Zusammenhang mit der Tulpenkrise ein bisschen zu verkürzt, bzw. vermengt mit mehreren unterschiedlichen Dingen.

      Die Regierung hat im Jahr 1637 tatsächlich darüber nachgedacht, den Tulpenhandel zu besteuern (da sie zb auch das Kartenspiel besteuern wollten), sind dann aber in den Diskussionen nicht wirklich zu einem Schluss gekommen, ob der Tulpenhandel wirklicher Handel oder nur eine Art Liebhaberei ist.

      Die ganze Diskussion war dann natürlich hinfällig, da kurz bevor die entsprechende Sitzung zu dem Thema beendet war (am 7. Februar), die Preise der Tulpenzwiebeln schon zu fallen begonnen hatten (so um den 5. Februar herum).

      Die Spekulanten sind aber tatsächlich zur Regierung gerannt, allerdings wollten sie kein Geld, sondern in erster Linie eine rechtliche Absicherung, dass die Verträge, die abgeschlossen waren, auch weiterhin Gültigkeit hätten (andere wollten das Gegenteil, aber das Begehr war dasselbe – Rechtssicherheit).

      Lg,
      Richard

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