ZS259: Operation Mincemeat – Eine Geheimdienstaktion während des Zweiten Weltkriegs

Wir springen in das Jahr 1943 an die spanische Küste: In Huelva findet ein Fischer die Leiche des britischen Soldaten Major William Martin – zusammen mit vertraulichen Dokumenten – und übergibt sie dem spanischen Militär. Was sie nicht merken: Major William Martin hat es nie gegeben und die Dokumente, die er bei sich trug, waren präpariert und sollten die Nationalsozialisten davon überzeugen, dass keine Invasion Siziliens geplant war. Eine Geschichte, wie aus einem James-Bond-Film, und tatsächlich hatte auch Ian Fleming, der Autor der James-Bond-Reihe, seine Finger im Spiel.

In der Folge erwähnte Literatur:

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17 Antworten auf „ZS259: Operation Mincemeat – Eine Geheimdienstaktion während des Zweiten Weltkriegs“

…gelungen wie immer. Vor allem der Teil mit dem pocket trash ist geradezu genial – vollkommen logisch eigentlich, aber da muss erstmal einer dran denken.

Zu den von Richard erwähnten miserablen Dialogen in machen Filmen: mein subjektiver Eindruck ist, dass dies vor allem in französischen und Franko-kanadischen Filmen gern gemacht wird… Vom CloseUp zur Totalen und zurück, ein bisschen wildes Gestikulieren und immermal wieder ein “mais qui”…

Schöne Folge ! Nur ein Hinweis zum heiligen Christophorus. Dieser ist laut meiner Kenntnis der Schutzpatron der Fahrzeugführer und Reisenden. Er wird ja meist mit Stab und dem Jesuskind auf den Schulterndurch den Fluss watend dargestellt. Früher wurde er allgemein zur Abwehr eines plötzlichen Todes beschworen.

Wieder einmal eine tolle und echt spannende Folge, großes Kompliment!
Nur eine kleine Anmerkung eines Katholiken: Der Schutzpatron für das Wiederfinden verlorener Dinge ist nicht Christophorus, sondern Antonius. Das tut der Folge aber keinen Abbruch.;-)

Haha, ja. Hab grad erst vor kurzem die alte Folge ZS57 über den Reliquienraub angehört, da kam die Geschichte mit der Großtante auch vor, aber damals war sich Richard nicht sicher wie der richtige Nothelfer heißt. Diesmal mit Überzeugung falsch geraten 🙂

Hallo,

vielen Dank für eine weitere wundervolle Folge. Ich finde es toll, wie durch eine spannende Geschichte ein kleiner Teilaspekt beleuchtet wird und man gleichzeitig etwas über den Gesamtkontext lernt.

Einen Punkt habe ich natürlich noch: Dem Hinweis nach der eigentlich Geschichte, dass das verknüpft sei mit der Schlacht bei Monte Cassino, möchte ich dem Widersprechen. Der Durchbruch durch die Gustav Linie am Monte Cassino war zeitlich deutlich nach der Eroberung Siziliens (Die Gustav Linie war eine Verteidigungslinie quer über die Apenninen Halbinsel südlich von Rom). Diese Schlacht begann Mitte Januar 1944 und endete Mitte Mai 1944, während die Eroberung Siziliens Mitte August 1943 abgeschlossen war. Auch bei der Schlacht um Monte Cassino gab es eine Landungsoperation im Rücken der deutsche Verteidigungslinie (Operation Shingle – Beginn 22. Januar 1944). Diese war aber nicht so erfolgreich, denn es gelang nicht die Verteidigungslinie damit schnell zum Zusammenbruch zu bringen. Vielmehr kämpfte man sich mühevoll durch die Verteidigung und vereinigte sich nach dem Durchbruch mit dem Landungskopf. Im Gesamtkontext ging es natürlich um die Eroberung ganz Italiens, aber da hört dann die Gemeinsamkeit wohl auf.

Viele Grüße
Robert

Großes Lob an Daniel für die spannende, lockere Erzählung dieser Geheimdienst-Operation. Und eine erfolgreiche noch dazu!
In Filmen und Geschichten liebe ich derartige Pläne, die um mehrere Ecken konstruiert sind, im echten Leben wäre es mir allerdings zu stressig, da reicht mir Schere, Stein, Papier.
Nach „Hunderten von Folgen“ hört man raus, finde ich, wenn ihr bei Geschichten in eurem Element seid.
Schwächer, oder mühsamer kommen da zum Beispiel Geschichten daher, die größere Zeiträume überspannen, aber kaum besondere Ereignisse haben, an denen man sich entlang hangeln kann/muss wie zum Beispiel neulich die Entstehung der Schweiz OHNE Rütlischwur oder damals der Unterschied zwischen der fulminanten Aethelfled-Folge zum Strathclyde-Reich.
Wenn es euch gelingt, beides zu verknüpfen, und so wie heute an einem kleinen Ereignis eine größere Zeit-Raum-Geschichte zu veranschaulichen, ist es großartig.

Hallo ihr zwei,

eine kleine Anmerkung zu dem Container in dem die Leiche transportiert wurde. Ich schätze, das war eine Spezialanfertigung, weil eine Leiche mit Trockeneis dort luftdicht verpackt werden musste und das ganze IN ein Uboot passen musste. Es war keine Spezialanfertigung, weil es irgendwelchen Druckverhältnissen im oder am Uboot standhalten musste. Im Uboot ist der Luftdruck normal, da arbeiten schließlich Menschen und für außen hätte die Hülle für den Container sehr dick sein müssen – diese Möglichkeit wurde nie in Betracht gezogen.
Ich vermute, der Container wurde in einem Torpedorohr transportiert. Da würde so ein Container reinpassen und dort ist Platz. Außerdem kann man den Container dort gut händeln, da es eine Ladeluke und Seilwinden gibt.

Macht weiter so!

Oder noch schlimmer: Filme, in denen die Personen das gerade am Telefon Vernommene laut für den Zuschauer wiederholen müssen…

Das mit Christophorus als Schutzpatron für Verlorenes hat mich auch stutzig gemacht. Habe ich doch dereinst eine offensichtlich verlorene Christophorus Plakette gefunden. Und das vor einer Kirche. (-;

Vielen Dank fuer die tolle und spannende Folge. Ich habe mich gefragt Warum man die Dokumente noch so gut lesen könnte wenn Sie angeblich tagelang Im Meer getrieben haben?

Eine tolle und echt spannende Folge.
Leider kennen viele solche wichtige Geschichten nicht, was ich sehr schade finde.
Es ist sehr beeindruckend, wie derartig “kleine Operationen” im zweiten Weltkrieg eine große Rolle gespielt haben.

Ich fand diesen Podcast sehr spannend. Es ist das 1. Mal das ich über diese Art von Operation höre. Das waren 40 Minuten meines Sonntags definitiv wert.
Ganz toll find ich die lustigen Kommentare, die Sie und ihr Kollege hin und wieder abgeben, das macht das Ganze viel schöner:)!!

Ich würd mich in Zukunft über einen Podcast freuen, bei dem es über “die Assyrer” geht.

Tolle Arbeit, weiter so!

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