ZS253: Martin Frobisher und die Steine

Wir springen in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. England, unter Elizabeth I., ist zwar eine wichtige Macht in Europa, doch was koloniale und auch wirtschaftliche Bestrebungen angeht, hinken sie den Seefahrernationen Spanien und Portugal ziemlich hinterher.

Wir sprechen in dieser Folge über Martin Frobisher, eigentlich Freibeuter, der einen Plan ausheckt, auch England am Kuchen der Globalisierung mitnaschen zu lassen. Allerdings wird sich bald rausstellen, dass das alles gar nicht so einfach ist.

Das Episodenbild zeigt Martin Frobisher auf einem Gemälde aus dem Jahr 1777 von Cornelis Ketel.

Die verwendete Literatur ist einerseits “The Queen’s Conjurer” von Benjamin Woolley und spezifisch zu Frobisher das Buch “Sir Martin Frobisher” von Taliesin Trow.

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11 Antworten auf „ZS253: Martin Frobisher und die Steine“

Habe erst 12 Minuten gehört, aber die Jahreszahlen machen mich doch stutzig:
Martin Frobisher soll seine erste Seereise im Jahr 1544 angetreten haben – selbst wenn er im Jahr 1535 geboren war und nicht, wie selbst angegeben, im Jahr 1539, wäre er da erst 9 Jahre alt gewesen. Das ist zwar nicht zu jung für einen Schiffsjungen (damals), aber es wäre noch zu Lebzeiten seiner Mutter gewesen, die ja angeblich starb, als Martin 14 war, und hätte mit den Aktivitäten seines Onkels York nicht das Geringste zu tun. Die zweite Reise im Jahr 1553 paßt schon eher ins Bild. Seid Ihr sicher mit den Daten?

Servus Barbara, das ist tatsächlich etwas früh. Ich hab den Verweis auf seine erste Seefahrt im Jahr 1544 in einigen Kurzbiographien gefunden, hab nun aber nochmals in seiner Biographie von Trow nachgelesen, und konnte dort keinen stichhaltigen Verweis auf diese erste Reise finden. Danke für den Hinweis!

Hallo Richard, wie Du auf der Diskussionsseite zum englischsprachigen Artikel zu Martin Frobisher auf Wikipedia nachlesen kannst: https://en.wikipedia.org/wiki/Special:Contributions/Stormgrass wurde auch gleich am 29.07.2020 die Erwähnung dieser Seereise aus dem Artikel gelöscht, in der deutschsprachigen Wikipedia, war dieser Hinweis ja eh nicht enthalten. Vielleicht trage ich aber auch Eulen nach Athen, da Du selber der ändernde Benutzer warst? Wie auch immer, Ihr habt eine breite Hörerschaft, falls ihr mal Unterstützung zu Wikipedia-Specials braucht, wende Dich gerne an eins der vielen ehrenamtlichen Wikipedia-Teams, die es in vielen Städten gibt, z.B. an uns: [email protected] . Viele Grüße, Eckhard

Bei Narwalzahn in London wurde ich hellhörig. Da gab es doch letztens erst das Ereignis bei dem ein Attentäter mit einem Narwalzahn bekämpft wurde.
https://www.washingtonpost.com/world/2019/11/30/narwhal-tusk-has-wondrous-mystical-history-new-chapter-was-added-london-bridge/
Das war der einzige Artikel der etwas auf den Ursprung der Zähne in London allgemein eingeht. Aber ob der Zahn aus der Expedition vielleicht sogar der war der dann als Waffe benutzt wurde konnte ich nicht herausfinden.
Dei dem Angriff wurden sogar 2 Zähne verwendet wenn ich das richtig verstanden habe. Einer wurde dabei zerstört. Es gibt auch Videos davon wie der Narwahlzahn eingesetzt wird. Vielleichtt wären Narwahlzähne ja sogar ein Thema für eine ganz Sendung.

Hallo liebe Zeitspringer. Gerade habe ich mal wieder etwas neues bei euch gelernt (Narrengold), da lese ich heute einen Artikel, indem es genau um Pyrit geht https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/katzengold-koennte-doch-wertvoll-sein-physik-experiment-erinnert-an-alchemie-a-40cf3e92-1787-42f4-a4bc-eece9794d5f8 Vielleicht hat Martin Frobisher damals doch einen ‘Schatz’ gehoben. Liebe Grüße und ich hoffe ihr haltet noch viele weitere Wochen durch und veröffentlicht weiter euren herausragenden Podcast

Lieber Richard, die ganze Folge habe ich darauf gewartet, dass Daniel endlich die Frage stellen möge, die mich auf Anhieb ansprang: Wie heißt denn die „ eine Insel“, auf der sie das Pyrit eingesteckt/abgebaut haben?
Nachdem sie mehrmals hingefunden haben, muss sie ja irgendwo verzeichnet oder benannt worden sein, oder?
Oder ist die Pointe, dass es die Felsen nicht mehr gibt, nachdem sie Tausende Tonnen Material verladen hatten?
Eine launige Folge mal wieder, hat Spaß gemacht zuzuhören!

Das ist auch der Grund, warum in Kanada und USA an unterschiedlichen Tagen Thanksgiving gefeiert wird. Martin Frobisher für Kanada, Pilgrim Fathers für USA🙋🏻‍♀️

Tolle Folge mal wieder mit Expeditions-Dramen, wie man sie nur hier serviert bekommt!

Interessant, dass die Essayer erst beim dritten Male darauf kommen, dass es sich um Pyrit handelt, der ja deutlich leichter (und härter) ist als Gold. Dabei ist das Prinzip der Dichte seit der Antike bekannt…
“Fool`s Gold” macht seinem Namen alle Ehre in dieser Episode.

Sind die “schwarzen Steine” heute noch auf den Straßen Londons zu finden?

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