ZS244: Die Mühle von Auriol und warum ihre Zerstörung eine Besetzung Frankreichs verhindert hat

Wir springen zum Ausgang des Mittelalters ins frühe 16. Jahrhundert. Der französische König Franz I. sieht seine Monarchie umringt von den Habsburgern unter Karl V., seit 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Es beginnt eine Reihe von Konflikten zwischen den beiden Monarchien um die Vorherrschaft in Westeuropa.

1536 startet der Kaiser mit einem riesigen Heer eine Invasion der Provence. Ziel ist es, den französischen König vom Thron zu stürzen. Doch wenige Monate später ziehen sich die habsburgischen Truppen geschlagen zurück nach Italien – ohne auch nur in einer einzigen Schlacht gekämpft zu haben. Großen Anteil daran hatte die Zerstörung einer Mühle in Auriol, die die Versorgung des kaiserlichen Heeres zusammenbrechen ließ.

Das Episodenbild zeigt übrigens nicht die Mühle von Auriol.

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13 Antworten auf „ZS244: Die Mühle von Auriol und warum ihre Zerstörung eine Besetzung Frankreichs verhindert hat“

Also den Harari kann ich euch sehr wohl ans Herz legen, da finden sich durchaus Zeisprung-relevante Geschichten. Zum Beispiel wie der Weizen die Menschen domestizierte (sic!).
Und Harari ist in seinem grundlegenden Optimismus recht umstritten.

Hallo Daniel. Super spannende Geschichte. In der Einleitung hast Du uns super abgeholt und dann die Geschichte packend erzählt. Vielen Dank.

Super Story,
die Sache mit den Heeren die eine Lanplage waren… daher kommt der Begriff „verheerend“!
Anton

Uff… wie immer super Folge aber ich fand es sehr schade, dass ihr nicht am Anfang gesagt habt woher die Geschichte ist. Vielleicht nur blödes Timing aber ich lese Fürsten im Fadenkreuz gerade selbst und ihr habt mir jetzt sozusagen die letzte Geschichte gespoilert :/ Brauch ich quasi jetzt nicht mehr lesen.

Vielleicht beim nächsten mal -vor- der Episode Spoiler ansagen bitte.

Viele grüße trotzdem!

Hey Flo, ich denke, im Text sind noch viele Details beschrieben, für die sich die Lektüre lohnt, auch wenn du den Ausgang des Konflikts schon kennst.

“Komfortzone; ursprünglich entlehnt aus dem Englischen, wird es von gebildeten Menschen im deutschen Sprachraum nicht verwendet.”
Ich musste sehr lachen!

Finde es wirklich immer sehr angenehm euch beiden Zuzuhören und mag auch vorallem immer eure Themenschlenker mit den Mini-Exkursen, genau wie auch eure schönen Überleitungen: “Daniel, du fragst dich nun sicherlich […]” – “Du, Richard – weißt du was ich mich grade frage: […]”
Erfreut mich jedes Mal aufs Neue.

Auch thematisch ist diese Folge, wie eigentlich immer, wirklich schön aufbereitet und sehr interessant und übersichtlicht gemacht!
Ganz großes Lob an eure Arbeit und auch eure angenehme Art die Dinge darzustellen.

Hallo,
super Folge, allerdings hätte ich eine kleine Anmerkung.
Karl V, wurde 1519 zum römisch deutschen König gewählt, seine Krönung erfolgte erst ein Jahr später in Aachen. Seine Kaiserkrönung war erst 1530 durch Clemens VII in Bologna.
(Im Herbst gibt es zu seiner Königskrönung eine Ausstellung in Aachen.)
Liebe Grüße

Spooky, Ihr habt schon wieder die Glaskugel benutzt und genau passend zu meinen Freizeitvergnügungen gepodcastet.
Ich war gerade einige Tage in der Südheide und habe da einen Ausflug ins europäische Mühlenmuseum in Gifhorn gemacht. Privat, riesengroß und frau kann in die diversen Mühlen reingehen. Dazu noch “extra” das klassische Erklärmuseum. Ich dachte ich wüßte jetzt mehr als ich mich je gefragt hätte zum Thema Mühlen und dann kommt Ihr wieder.
Großartig!

Hallo, Richard, ich bin ein bisschen erstaunt, dass du so lange nicht wusstest, wozu Mühlen da sind!
Ich selbst weiß es schon seit meiner frühen Kindheit, dank des Kinderliedes “Es klappert die Mühle am rauschenden Bach”, da heißt es:
“Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach,
er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot …”
Usw 🙂
Liebe Grüße

Interessante und spannende Folge!
2 Fragen habe ich noch dazu:
1.) Wie hat es nachher mit dem Wiederaufbau des verheerten Landstrichs ausgesehen? Hat König Franz irgendetwas unternommen, damit die Zivilbevölkerung nicht gleich mit vernichtet wird?
2.) Man kann Getreide auch einfach einweichen und kochen. Dauert bei Weizen halt etwas länger als bei Reis, ergibt aber einen super nahrhaften Brei. Und man erspart sich ja die Zeit und Mühe, die es sonst gebraucht hätte, das Brot zu backen. Haben die das damals nicht gewusst, haben sie keine geeigneten Töpfe gehabt, sind sie schlicht nicht auf die Idee gekommen oder aus welchem Grund sonst haben sie auf diese Möglichkeit nicht zurückgegriffen?
Liebe Grüße!

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