ZS239: Die Zabern-Affäre

Wir springen in dieser Folge an den Anfang des 20. Jahrhunderts. In der kleinen Stadt Zabern im Elsass – das zu jenem Zeitpunkt gerade erst seit knapp zwei Jahren volles Mitglied des deutschen Kaiserreichs ist – sorgen im Oktober 1913 die Aussagen eines jungen deutschen Soldaten für Aufruhr. Schnell schaukelt sich die Sache zu einer veritablen innenpolitischen Krise hoch, die sich als symptomatisch für das militarisierte Kaisertum Wilhelms II. herausstellen wird.

Das erwähnte Buch ist Around the World in 80 Words von Paul Anthony Jones, außerdem war für diese Folge die Dissertation über Berthold von Deimling von Kirsten Zirkel äußerst hilfreich.

Das Episodenbild zeigt patroullierende deutsche Soldaten in Zabern im Jahr 1913.

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7 Antworten auf „ZS239: Die Zabern-Affäre“

Oh mein Gott, ich wohne im Grenzgebiet zum Elsass in der Pfalz und gebrauche immer noch das Wort Wackes für die Elsässer. Mir war gar nicht bewusst das das ursprünglich ein Schimpfwort war. Ob die Elsässer das heute noch so eng nehmen wage ich zu bezweifeln. In Köln gibt es übrigens eine Elsässer Wein Stube mit dem Namen Wackes ^^ das von einem Elsässer betriebn wird https://www.wackes-weinstube.de. Die Folge hat auf alle Fälle Spaß gemacht zu hören und sobald diese Corona Sache über die Bühne ist, werde ich Zabern mal einen Besuch abstatten (….und alle auf dem Marktplatz verhaften…Hahaha). LG, Andreas

Könntet ihr bitte mal als Bonus-Gimmick einen Zusammenschnitt aller bisher aufgezeichneten Ausgaben von Richards “Ja vielen herzlichen Dank!” am Ende der Aufzählung der Spendernamen bereitstellen? Es ist mir unerklärlich, wie man etwas über eine so lange Zeit hinweg so unglaublich konstant sagen kann. Könnte genausogut voraufgezeichnet und reingeschnitten sein – ist es das am Ende vielleicht sogar? xD

Wagges od. Wackes wird wohl eine volkstümliche Anleitung von Vogesen im Französischen gesprochen “Vosch” sein, so die Erklärung Elsässer Freunde.

Leider bin ich durch fast 4 Monate HomeOffice kaum zum Hören meines Lieblings-Podcasts gekommen (normalerweise im Auto auf dem Weg zur Arbeit). Daher erst jetzt der Kommentar:

Ich wohne im Saarland und wir nennen im Grunde alle Franzosen im näheren Umfeld hinter der Grenze „Wackes“, bzw. „Die Wackese“ (Plural). Ich muss auch zu meiner Schande gestehen, dass das einen eher negativen Beigeschmack hat 🙁

Wir beschreiben also damit nicht die Deutsch-französischen-Freundschafts-Franzosen, denen man über eine nur auf dem Papier existierende Grenze von Schrebergarten zu Schrebergarten mit einem Glas Rotem zuprostet, sondern eher die Ballonseide und Adiletten tragenden, die Fußgängerzone in Saarbrücken überschwemmenden Franzosen.

Wobei es den Typ Mensch natürlich auch bei uns gibt, was wir aber in der Situation grundsätzlich gerne ausblenden 😉

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