ZS231: Die Große Enttäuschung von 1844

Wir springen in dieser Folge in die USA des 19. Jahrhunderts. William Miller, Bauer und Laienprediger, stellt nach intensivem Studium des Neuen Testaments eine Theorie auf. Eine Theorie, die ihm für einige Jahre eine nicht ganz geringe Anhängerschaft bringen wird. Doch die Bewegung hat ein Ablaufdatum, und sie wird schließlich in einem Ereignis enden, das in die Geschichte als The Great Disappointment of 1844, also die Große Enttäuschung von 1844 eingehen wird.

Das Episodenbild zeigt William Miller, wahrscheinlich im Jahr 1840.

Literatur

Die beiden Bücher, die sich am eingehendsten mit der Thematik auseinandersetzen sind:

  • George R. Knight: “Millenial Fever and the End of the World” aus dem Jahr 1993.
  • David L. Rowe: “God’s Strange Work” aus dem Jahr 2008.

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27 Antworten auf „ZS231: Die Große Enttäuschung von 1844“

Mittwoch ist Zeitsprung Tag (yay). Religions Geschichte ist wirklich nicht mein LieblingsThema, aber gerade weil es in meinem Umfeld Menschen gibt, die Adventisten sind, bin ich nun zumindest in den Anfängen dieser Geschichte sattelfest. Danke dafür

Herzlichen Dank für diese interessante Folge. Darf ich Euch noch eine weitere Perspektive zu dieser Zeit um 1844 geben? Auch im damaligen Persien war diese Zeit um 1844 eine Zeit der Erwartung wo viele Mystiker und religiöse Sucher das Kommen des Mahdi oder auch des 12. Imam erwarteten. Natürlich gilt hier wie bei allen religiösen Themen, man kann daran glauben oder auch nicht. Die Babí- oder später die Bahá’í-Religion haben ihren Ursprung in dieser Zeit. Hier eine Dokumentation dazu: https://youtu.be/RmAC7PYiK_k und https://youtu.be/tHrBlTL5tf8

Schade, sehr interessante Geschichte und guter Überblick zum mir kaum bekannten Ereignis, aber mit der Diskussion zum Schluss zwischen Euch wurde die Folge oberflächlich. Da gab’s von Richard einige Aussagen die von den allgemeinen Meinungen über das was die Christen glauben würden, her stammen, aber nicht davon wie Christen Bibelstellen unterschiedlich interpretieren. Also sehr undifferenziert und leider schlecht vereinfacht. Z. B. dass Petrus am Himmelstor auf die Verstorbenen wartet, kann man ja vielleicht von Witzen herleiten aber sicher nicht von der Bibel, und wenn dann nur äußerst abstrakt. Dass dabei entschieden wird ob Himmel oder Hölle, je nachdem ob man Gut oder Böse gelebt hat, ist so ein Volks-/Kirchenglauben, aber hat nichts mit Bibelinterpretation zu tun, dass es bei den betreffenden Vers (2.Kor 5,10) nur um den Lohn der Christen geht, die sowieso im Himmel kommen, ist unter Christen allgemein klar und nicht unbedingt eine Interpretationssache. Hinsichtlich 1000-jährigen Reich ist es ja wirklich nicht so einfach, aber da scheint Richard auch nicht Offenbarung 19/20 zumindest mal gelesen zu haben. Da steht schon relativ klar ein ungefährer Ablauf drin (Wiederkunft Jesu, Gefangennahme des Widersachers, Auferstehung der Märtyrer, 1000 jährige Herrschaft der Lebenden und Märtyrer mit Jesus, Freilassung Widersacher und Gericht). Klar, mag abstrakt sein, aber die Aussage war ja, dass es gar nicht klar wäre, was aber nicht stimmt und das ist schade hinsichtlich dem wissenschaftlichen Anspruch, den ich hier sonst finde. Aber auf solche Kommentare wie ich ihn gerade formuliere, habt ihr sicher gewartet 😉 Klar, kann man alles unter Bibelinterpretation abtun, aber ich möchte schon darauf hinweisen, dass es einen Unterschied zwischen der allgemeinen Meinung gibt, zu dem was Christen glauben würden bzw. was manche seltene Kirchgänger wirklich denken (was dann aber nichts mit biblischen Grundlagen zu tun hat) und zu dem worin wirkliche unterschiedliche Interpretationen der einzelnen Gruppierungen vorliegen.

Servus Benjamin,
du hast natürlich nicht unrecht. Die Diskussion im Nachhinein ist nicht qualifiziert theologisch. Es wäre natürlich stringenter gewesen, sich auf die historichen Aspekte der Geschichte zu konzentrieren, aber wie so oft im Zuge unserer Folgen, sprechen wir in den freien Diskussionen dann oft auch aus einer Warte, die nicht immer zu 100% wissenschaftlich fundiert ist und eben auch manchmal gefährliches Halbwissen enthält. Ich werd das auf jeden Fall in der nächsten Folge ansprechen. Danke dir auf jeden Fall für die Klarstellung und das Aufzeigen, dass die Dinge für Leute, die sich auskennen, nicht annährend so unklar sind.
Liebe Grüße,
Richard

Hallo,

diesbezüglich würde ich gerne einen Zeitsprung zur Entstehung der Bibel hören. Das ist doch bestimmt spanndend.
Gruß
Karl

Dass Petrus die Schlüssel des Himmelreiches erhält, stammt aus dem Matthäusevangelium 16, Vers 19. Das lediglich aus Witzen stammend abzutun, leugnet die vielschichtigen und und unzähligen Interpretationen, die sich in der langen Kirchentradition in vielen Formen (Legenden, Gemälden) manifestiert haben. Und wenn alles so klar wäre, gäbe es sicherlich nicht so viele unterschiedliche Auslegungen, insbesondere der Johannesoffenbarung – zumindest DAS hat die Geschichte von den Milleriten und ihren ideologischen Abkömmlingen doch eindeutig gezeigt.
Soweit ich das beurteilen kann, hatte die Diskussion auch nicht den Anspruch, theologisch qualifiziert zu sein. Ich persönlich kann gut nachvollziehen, dass die Geschichte für Außenstehende in gewissem Ausmaß für Unverständnis und Verblüffung sorgt. In diesem Zusammenhang sei noch die Geschichte von Dorothy Martin alias Marian Keech aus den 1950ern erwähnt, deren uneingetroffene Prophezeiungen die Grundlage von Leon Festingers (et al.) Arbeiten zur Theorie der Kognitiven Dissonanz bildeten.

Ich sehe das anders. Über Religion darf man sich auch mal lustig machen. Wenn die beiden eine Folge über Sichtungen von Außerirdischen oder die Theorien von Erich von Däniken machen würden, hätte auch keiner was dagegen, wenn man darüber schmunzeln würde. Wer einem eigenartigen Glauben, also eigentlich irgendeinem Glauben mehr Glauben schenkt, als es vernünftig ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn äußere Betrachter darüber schmunzeln. Wie Volker Pispers sagte “Religion ist immer ein bisschen komisch.”

Also ich bin leider sehr spät im letzten Jahr auf Euren Podcast aufmerksam geworden, was ein riesiger Skandal ist, ich weiß. Dann habe ich ein paar aktuelle Folgen mir angehört und fand das super und sehr spannend. Ich fragte mich aber, wer zum Teufel ist Bruno Kreisky? Also musste ich einen ganz alten Podcast von Euch raussuchen, das hatte aber zur Folge, dass ich jetzt von Anfang an alle Folgen nachhöre. Ich bin jetzt bei Anfang 2016, ein paar fehlen mir noch :-).

Ich kann nur sagen: Danke! Danke für Euren riesigen Aufwand, danke für die spannenden Themen, die mich meistens auch interessieren oder im Laufe des Podcast erst interessant werden.

Viele Grüße
Karl

Hallo,
diese Folge hat mir einige Sympathie zu Zeitsprung geraubt. Wie hier schon erwähnt wurde ist das Ende der Folge sehr sehr oberflächlich. Als Christ fühle ich mich als dumm hingestellt. Die Aussage dass der Atheismus wissenschaftlich belegt wäre oder sowas in der Richtung meine ich verstanden zu haben ist doch wissenschaftlich (!) gesehen Humbug. Da sollte man doch nur mal bei Wikipedia die Artikel zur Entstehung des Lebens lesen. Da steht zum Beispiel “Die Experimente reichen momentan nicht zur Formulierung einer geschlossenen Theorie aus, die erklären kann, wie das Leben entstand” oder ähnliches. Atheismus ist genauso ein Glaube.
Problem ist auch dass so formuliert wird dass alle Christen meinen durch ein gutes Leben in den Himmel kommen zu können. Das Denken vielleicht die halbherzigen Anhänger der großen Kirchen aber sicher nicht die Allgemeinheit der Christen und es passt auch überhaupt nicht zum christlichen Evangelium. Der Verbrecher der neben Jesus gekreuzigt wurde hätte dann von Jesus sicher nicht gesagt bekommen können dass er mit ihm demnächst im Himmel ist also der hat kein gutes Leben geführt aber er hat seinen Retter erkannt.
Sinn macht es jetzt bestimmt nicht hier herum zu diskutieren wenn die Autoren so voreingenommen sind aber ich möchte schon mal anmerken dass mich das gekränkt hat dass es sich so anhörte als wären alle Christen dumm und blauäugig

Meine Herren, puh…
bin selbst keine Kirchenbesucherin… aber nach der eigentlich sehr hörenswerten Geschichte einen Großteil der gesamten Weltbevölkerung als im Denken veraltet und unwissenschaftlich zu bezeichnen… ist doch etwas “taktlos”
Ich freue mich aber auf neue (und hoffentlich wertfreiere) Folgen 🙂

Es mag vielleicht taktlos sein, aber für den Glauben an Gott fehlt doch bisher jegliche Evidenz.
Ich fand die Folge war sehr wertfrei.

Danke für die gute Geschichte. Sehr verrücktes Ereignis.
Das Gespräch von Euch am Ende habe ich nicht wirklich ernst genommen, sogar ein bisschen geschmunzelt, aber als ich die Kommentare hier entdeckte, muss ich diesen doch tatsächlich zustimmen. Ohne mich auf die “Seite der Christen” stellen zu wollen: Da habt ihr sehr verallgemeinert, also wurde nicht differenziert wie etwa beim Thema Rettung aus Werke oder aus Gnade (kath.Kirche/Luther). Für ein Geschichtspodcast aus dem christlichen Abendland sollte das nicht der Anspruch sein die christlich internen Themen so knapp abhandeln zu wollen, da gibt es doch sicher eine breite Zuhörerschaft die da einige interne Schverhalte schon gut versteht. Bei der Folge von Jan Hus hatte ich aber eher den Eindruck dass ihr gut differenziert

Ich fand die Folge inklusive der Diskussion am Ende sehr gut.
Man sollte auch mal in einer Unterhaltung sein Halbwissen preisgeben dürfen auch wenn euer Podcast Wissenschaftliche Ambitionen hat.
Macht bitte so weiter und lasst euch nicht von ein Paar sich gekränkt fühlenden Personen einreden man dürfe nicht zu solchen Themen seine persönliche Meinung kundtun.
Viele Grüße

Taktlos vielleicht, aber wenn es doch die Wahrheit ist? Wer kann ernsthaft an die Anekdoten rund um Gott und Jesus glauben?
Aber die Diskussion führt zu nichts, daher lassen wir das lieber.

Was mir noch abgegangen ist, ist die Erwähnung, was es mit diesem 7. Tag auf sich hat. Falls ihr es noch nicht wisst: Es handelt sich um die Lehre, dass der Wechsel vom Sabbat (=7. ‘Tag der Woche) auf den Sonntag (=1. Tag der Woche) als Ruhetag nicht gerechtfertigt sei. Das Gebot, den Sabbat (und nicht etwa den Sonntag) zu heiligen, gelte noch immer. Was mir noch abgegangen ist, ist die Erwähnung, dass die Zeugen Jehovas eine Abspaltung besagter 7. – Tages – Adventisten sind (und von den Zeugen Jehovas hat vermutlich jeder schon was gehört, oder?)
Soviel ich weiß, habe die Zeugen Jehovas die “Tradition”, Weltuntergangsdaten zu proklamieren, noch eine ganze Weile fortgesetzt, ehe auch sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass das vielleicht doch keine so gute Idee ist. Noch um das Jahr 1970 herum hat eine mir gut bekannte Frau mit einem Paar Zeugen Jehovas gewettet, dass die Welt in dem von ihnen vorausgesagten Jahr (in den 1970ern, Genaueres habe ich vergessen) nicht untergehen wird und die haben ihr allen Ernstes versprochen, ihr eine neue Wohnung zu verschaffen, wenn die Welt wider Erwarten doch stehen bleibt. Was genau daraus geworden ist, weiß ich aber nicht.
Das Verhältnis von Religion und Wissenschaft sieht für mich offenbar anders aus als für euch. Die Bibel (Schöpfungsgeschichte etc.) sehe ich nicht als Quelle naturwissenschaftlicher Erkenntnis, das war nie ihre Absicht. Auch wenn es eine Weile gedauert hat, bis die Mehrheit der Christen verstanden hat, dass z. B. Darwin durchaus recht haben kann, ohne den christlichen Lehren damit echt ins Gehege zu kommen.
Was Berechnungen zum Ermitteln des Weltende – Datums angeht, halte ich es mit dem Ausspruch Jesu, der gesagt hat: “Jenen Tag aber und jene Stunde kennt niemand”, woraus ich schließe, dass Gott nie die Absicht gehabt hat, uns da irgendwas berechnen zu lassen. Es genügt zu wissen, dass jeder irgendwann sterben wird (und ich bin froh, dass ich mein Sterbedatum nicht kenne!):

Der Umstand, dass die Adventisten ihre Gottesdienste am Samstag feiern, hat dazu geführt, dass andere evangelische Freikirchen, z.B. Baptisten, gern ihre Gemeindehäuser mit den Adventisten teilen, da man sich zeitlich nicht in die Quere kommt und der Unterhalt für das Kirchengebäude von zwei Gemeinden getragen werden kann.
Wie alle Freikirchen, sind auch die STA als „normale“ evangelische Kirche und nicht als Sekte anerkannt. Das „Frei“ bezieht sich lediglich darauf, dass diese Kirchen nicht am deutschen Kirchensteuersystem hängen und sich aus Spenden finanzieren.
Ein Hinweis noch: Die STA hatten besonders in der DDR einen schweren Stand. Gerade zu der Zeit, als am Samstag noch Schulunterricht war und die Kinder in ihren Gottesdienst und nicht zur Schule gegangen sind. Ich bin in dieser Zeit zur Schule gegangen und hatte einen solchen Jungen in meiner Klasse. Ihr könnt euch vorstellen, was das in einem solchen System bedeutete.

Ich hören Euren Podcast eigentlich immer als Unterhaltung zwischen Euch zwei Personen. Von daher stört es mich überhaupt nicht wenn Ihr Eure eigene Meinung zu z.B. religiösen Themen im Gespräch nennt oder diskutiert. Kann die Kritik hier nicht wirklich nachvollziehen, macht das weiter so wie Ihr wollt und bleibt authentisch; Ihr seid ja nicht die Tagesschau (oder wie auch immer das Österreich Pendant dazu heißt)

Ich betrachte die spekulativen Behauptungen und Meinungsäußerungen sogar als besonders hörenswerten Teil des Podacsts. Ich würde mich freuen wenn Ihr Euch durch diese Diskussion zukünftig nicht davon abhalten lasst.
Liebe Grüße

Nachdem ich euren Kommentar in der folgenden Folge (ZS232) gehört habe, musste ich gleich mal nachschauen, worüber sich Menschen mal wieder echauffieren müssen.

Euer Podcast ist so grandios, eben weil ihr einfach “ihr” seid. Das macht euer Format authentisch, kurzweilig und liebenswert. Ich habe noch nie etwas Geringschätzendes von euch gehört – mir wäre die Passage (die ich extra noch mal angehört habe) nicht einmal aufgefallen. Also bittet ändert genau nichts am Zeitsprung und bringt weiter eure persönlichen Ansichten mit ein. Irgendwer wird sich immer aufregen, während die meisten es zu schätzen wissen.

Ich möchte mich dem Kommentar von Bronx Kriskey anschließen. Ich würde mich – nach über 20 Jahren als Atheist – wieder als gläubigen Christen bezeichnen, jedoch nicht so bibelfest wie eine oder zwei der KommentatorInnen vor mir. Ich habe mit den vielleicht etwas flapsigen Bemerkungen von vor allem Richard überhaupt kein Problem, sondern finde sie auch anregend und witzig. Das ist ja ein Podcast zur Geschichte und Geschichtswissenschaft, in dem Bereich wird auch völlig sauber und nachvollziehbar argumentiert, es ist kein religionswissenschaftlicher Podcast. Was Ihr beide von Religion haltet, ist in vielen Folgen davor schon durchgeklungen, da ist es keine Überraschung, wenn jetzt einige Bemerkungen zur Religion nicht unbedingt von tiefem theologischen Hintergrundwissen getragen sind. Wer sich da gleich auf den Schlips getreten fühlt, soll vielleicht generell sein Humorverständnis hinterfragen. Lange Rede kurzer Sinn: Weiter so und – wie ein Vorkommentator: Jeder nur ein Kreuz

Hallo zusammen, ich habe zu Beginn des vierten Quartals 2019 begonnen zu hören (Voynich) und sehr viel Zeit in eine Kompletthörung investiert. Ich bin ein sehr treuer Katholik und natürlich sind mir die atheisischen Überzeugungen von Daniel und Richard immer wieder aufgefallen. Aber hey, diese waren nie verletzend oder ehrabschneidend, so dass ich in völliger Toleranz, auch in Glaubensfragen, sagen kann: “Suum Cuique” und “weiter so”!

Ich habe euren Podcast erst vor kurzem entdeckt und höre mich jetzt durch die Jahre. Ihr begleitet mich beim Laufen und bei meinen Wanderungen. Ein herzliches Dankeschön für viel gute und lehrreiche Unterhaltung von einer Halb-Historikerin.

Gestern habe ich diese Folge gehört und heute dann die Folge-Folge, wo ihr ja auf die Kritik hinweist. Das habe ich mal als Anlass genommen, hier reinzugucken und die Kommentaranzahl ist ja durchaus etwas höher als im Schnitt ;).

Ich – als nicht religiöser Mensch – habe mich an der Folge auch gar nicht gestört. Für mich war auch klar, dass die kleine Diskussion zum Ende hin mit einem Augenzwinkern geführt wurde. Ich finde es auch absolut bereichernd, wenn zum Ende hin die Faktenebene ein wenig verlassen wird und es mehr in Richtung Wertung, Interpretation oder auch mal ins Witzeln geht.

Religion ist manchmal ein schwieriges Thema, da manche Menschen hier wortwörtlich keinen Spaß verstehen. Warum sonst gibt es immer wieder Aufschreie, wenn religionskritische Karikaturen veröffentlicht werden? Natürlich soll niemand in seinem Glauben angegriffen werden. Ich denke aber auch, dass man als glaubender Mensch über solchen doch recht harmlosen und m.E. auch mit einem Augenzwinkern vorgetragenen Diskussionen stehen sollte und kann.

Obwohl ich keiner Glaubensgemeinschaft angehöre, finde ich religions- oder kirchengeschichtliche Themen immer sehr spannend. Bitte lasst euch von dieser hier vorgebrachten Kritik nicht davon abhalten, solche Geschichten zum thematisieren.

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