11 Dez

ZS220: Eine kurze Geschichte der Rohrpost

Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit einer Technik, die in den Großstädten um 1900 weit verbreitet war: die Rohrpost. Über Rohrsysteme, die hunderte Kilometer lang waren, wurden kleine Büchsen von Postamt zu Postamt verschickt und so war es möglich, Briefe innerhalb von nur 2 Stunden zuzustellen. Heute findet sich die Technik nur noch in viel kleinerem Maßstab – als Hausrohrpost in Gebäuden.

Doch hinter der Rohrpostidee steckt viel mehr: Vor der Elektrifizierung galt die Pneumatik als Alternative zum Dampfantrieb. Wir sprechen daher über die Anfänge der Rohrpost, über pneumatische und atmosphärische Bahnen und wie es dazu kam, dass die erste U-Bahn in New York pneumatisch betrieben wurde.

Die Einspieler dieser Folge stammen aus einer Folge „Stimmen der Kulturwissenschaften“ mit Florian Bettel.

Themenpate für diese Folge ist Volker, das haben wir leider vergessen zu erwähnen. Als Lektüre sei empfohlen das Buch „Luftzüge. Die Geschichte der Rohrpost“ von Ingmar Arnold.

Das Episodenbild zeigt das Postscheckamt Berlin 1959 (Bundesarchiv, Bild 183-61662-0003 / Mihatsch / CC-BY-SA 3.0)

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7 Gedanken zu „ZS220: Eine kurze Geschichte der Rohrpost

  1. Beim Hyperloop, einem Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem im Teststadium, bei dem sich Kapseln in einer weitgehend evakuierten Röhre auf Luftkissen bewegen, wird die Technik heute wieder aufgegriffen.

  2. Pingback: Rohrpostpodcast | NERDCORE

  3. Hallo,
    danke für Eure Buchtipps; ich hab mir das erwähnte von Ingmar Arnold sowie das Buch “Eine feine Gesellschaft” von Martina Winkelhofer aus dem vorhergehenden Beitrag bestellt.
    Schöne Feiertage Euch,

    viele Grüße

    Martin

  4. Ich selber habe zumindestens bis kurz nach der Jahrtausendwende in einem Einkaufsgroßmarkt der Kette real™ in Erfurt miterleben können, wie mittels Rohrpost Zahlungsbelege und Dokumente für kaufmännische Prozesse zwischen den einzelnen Kassen und der Marktverwaltung – beziehungsweise Buchhaltung – in knapp zehn Zentimetern im Durchschnitt messenden Kunststoffbehältern versendet wurden.

    Nicht zu vergessen, dass ich zu Beginn der 1990er Jahre die deutsche Puppenspielserie „Hallo Spencer“ regelmäßig und gern mir anschaute. Auch dort diente zur Kommunikation der Figuren untereinander ein Rohrpostsystem.

    Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Hallo_Spencer

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