02 Okt

ZS210: Der Kunstfälscher Han van Meegeren

Wir springen in die Niederlande und beschäftigen uns mit einem der erfolgreichsten Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts: Han van Meegeren. Ihm ist es gelungen, gefälschte Bilder Jan Vermeers an die bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande zu verkaufen und Millionen damit zu verdienen. 1943 verkaufte er eine seiner Fälschungen an Hermann Göring – was sich nach dem Zweiten Weltkrieg als verhängnisvoll herausstellen sollte.

Ohne der Fälschung überführt zu werden, gestand er schließlich kurz nach dem Ende der Besatzung durch Nazi-Deutschland 1945 den Betrug. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam und warum van Meegeren seinen letzten Vermeer während seiner Zeit in U-Haft gemalt hat.

Das Episodenbild zeigt Han van Meegeren beim Malen seines letzten Vermeers 1945: Jesus unter den Schriftgelehrten

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6 Gedanken zu „ZS210: Der Kunstfälscher Han van Meegeren

  1. Wieder mal superspannend, nie gehört vorher.
    Aber ich vermisse doch links zu Literatur, auch wenn Daniel gesagt hat, dass über v.M. nicht viel bekannt ist und es da viele Lücken gibt.
    Auch diese britischen Sendung interessiert mich.
    Kunst & Krempel habe ich mir ja tatsächlich schon das ein oder andere mal in der Mediathek angeschaut und fand es manchmal ganz lustig. In “richtig” bestimmt cool.
    Und dieser andere podcast, Daniel?
    Liiinks, bitte!

  2. Jaaa, voll aufregend und irgendwie auch steckt in der Geschichte echt absurde Realitätswitz. Hätte auch gern so nen paar Verweise auf weiterführende Literatur oder so, zum weiter stöbern.
    Aber wirklich top, merci

  3. Hallo ihr Beiden,

    würde einer von euch denn nochmal Informationen zu den Quellen herausgeben und zu den erwähnten Podcast und der erwähnten Serie?

  4. Ich mag diese Folge besonders. Ich kannte die Geschichte, finde es aber immer noch großartig, dass die Experten zunächst nicht geglaubt haben, dass es Fälschungen sind. Ich bin Restauratorin und weiß leider, dass die Kunsthistoriker (bin ich übrigens auch) sich gerne auf den Schlips getreten fühlen, wenn man mit recht üblichen naturwissenschaftlichen Mitteln nachweist, dass ihre Einschätzung schlicht falsch ist. Das passiert bis heute immer noch. Ein Fall aus jüngerer Zeit findet sich in der Sammlung des Fürsten Liechtenstein. Dort wurde vor nicht allzu langer Zeit ein inzwischen als Fälschung enttarnter Cranach gekauft. Ich bin sicher, dass dies nicht passiert wäre, wenn man neben dem Kurator der Sammlung auch die hauseigenen Restauratoren mit eingebunden hätte. Tja… und so bezahlt man dann die Deppensteuer! Karma is a bitch! 😉

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