08 Mai

ZS189: Die Schlacht bei Cannae

Wir springen in dieser Folge ins 3. Jahrhundert vor der Zeitenwende. Wir befinden uns am Anfang des 2. Punischen Krieges. Hier stehen sich Karthago und Rom gegenüber, und es geht um nicht weniger als die Vormachtsstellung im Mittelmeerraum. Brillanter Feldherr der Karthager ist Hannibal Barca, der schon in zwei vorherhigen Schlachten den Römern das Fürchten gelehrt hat.

Wir sprechen über jene Schlacht, mit der die Römer dem durch Mittelitalien marschierenden Hannibal ein für alle Mal den Garaus machen wollen. Ein Unterfangen, das sich als nicht so einfach herausstellen wird.

Die in der Episode erwähnte Literatur ist  “Vanquished” von Mir Bahmanyar und “The Ghosts of Cannae” von Robert L. O’Connell.

Das Episodenbild zeigt Hannibal bei der Schlacht von Cannae in einer Illustration aus dem 19. Jahrhundert.

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7 Gedanken zu „ZS189: Die Schlacht bei Cannae

  1. Unser heutiges Bild, wie historische Kämpfe und Schlachten, sowie manches andere wirklich abliefen, ist leider durch Hollywood geprägt und dadurch arg verzerrt. Sicher ein weites Feld für die experimentelle Archäologie.

  2. Vielen Dank für diese interessante Folge! Ein bisschen Geschnurre im Hintergrund würde mich übrigens absolut nicht stören. Würde gut zu der beruhigenden Atmosphäre passen, die ihr mit euren Podcast bei mir erzeugt (sogar mit solch brutalen Themen). Liebe Grüße!

    • Ich habe gelernt, dass die Punier im ersten Punischen Krieg den Römern nautisch deutlich überlegen waren.
      Erst als diese ein gestrandetes Kriegsschiff kopierten, waren die Römer in der Lage den Phöniziern Paroli zu bieten.
      Als die Römer schließlich das Konzept des Enterns entwickelten, waren diese erst in der Lage die nautische Überlegenheit der Punier zu brechen.
      Stimmt dies nicht mehr?
      Zumindest kommt es im Podcast anders rüber.

      Danke bei der Gelegenheit vielmals für die vielen anregenden Podcast! Danke!
      LG
      Martin

  3. Hallo,

    irgendwie kommen mir die hohen Verluste dieser Schlacht etwas seltsam vor. Richard meinte ja es seien die höchsten Verluste ein einem einzigen Tag überhaupt in der Militärgeschichte gewesen. Kurzes googlen meinerseits bestätigte diese Einschätzung eher als dass sie widerlegt würde. Aber wie kann es sein, dass es in den mehr als zweitausend Jahren danach keine Schlacht mehr gab, die gleiche oder höhere Verluste an einem Tag hervorbrachte? Die Bevölkerungszahl stieg doch seither, die Waffen wurden tödlicher und effizienter. Selbst in industrialisierten Schlachten des Ersten Weltkrieges würden nicht so viele Personen an einem einzigen Tag getötet.

    Also habt ihr da mehr Informationen? Rein statistisch ist das ein grober Ausreißer. Liegt das an den Quellen? Wurde eine sich ergebende Armee vernichtet?

    Aus dem Geschichts-Nebenfach ist mir noch in Erinnerung, wie Geschichtsschreiber die Erfolge des Deutsche Ordens sehr überhöhten (Menschen, die mit einer hand Schiffe zerstören etc.). Wurde hier auch so übertrieben?

    Es würde mich sehr interessieren, wie ihr diese Einordnung seht. Gibt es archäologische Funde, welche das Ausmaß bestätigen?

    Vielen Dank für Euren Podcasts!

    Ben

    • Servus Ben,

      vielen Dank für dein Feedback. Tatsächlich ist’s so, dass die römische Armee mehr oder weniger unfähig war, richtig zurückzukämpfen, und jener Teil der Schlacht, nachdem sie umzingelt wurden, mehr systematisches Abschlachten als tatsächlicher Kampf war. Da ergeben diese Zahlen dann auch Sinn.

      Natürlich ist’s möglich, dass die Zahlen aufgeblasen wurden, im Fall Cannaes ist’s aber tatsächlich so, dass die Zahlen der Toten wohl eher höher als niedriger waren, da jene Quellen, die darüber berichten in erster Linie römisch sind (siehe auch mein Hinweis während der Folge über die wahrscheinlich größere Zahl an Kavallerie als generell in den Quellen vermittelt).

      Liebe Grüße,
      Richard

  4. Lieber Richard, danke für diese tolle Folge! Für alle, die gerne lesen, habe ich noch einen Tipp: Gisbert Haefs: Hannibal

    Ein toller Schriftsteller (mit vielen weiteren historischen Romanen), der sich meiner Meinung nach deswegen von anderen dieses Genres abhebt, weil er erstens auf hohem Niveau erzählt und man zweitens immer das Gefühl hat, mitten in der Zeit und unter den Menschen dort zu sein, als von außen darauf hinab- oder von heute darauf zurückzublicken, was sich oft bei anderen (nicht so guten Autoren) so anfühlt. Wie immer natürlich Geschmacksache, aber ich kann ihn empfehlen!

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