03 Jan

ZS119: Die NS-Thingbewegung – Thingstätten und Thingspiele

Wir beschäftigen uns dieser Zeitsprung-Episode mit einem gescheiterten NS-Propagandaprojekt: der NS-Thingbewegung. Nach 1933 wurde nicht nur der Bau von 400 Thingstätten geplant, sondern auch der Versuch unternommen, mit dem Thingspiel ein „germanisches“ Theater zu erfinden.

Nach nur wenigen Jahren wurden die NS-Thing-Versuche aber wieder abgebrochen. Einige der damals gebauten Thingplätze werden bis heute genutzt, wie die Waldbühne in Berlin, die Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg oder das Kalkbergstadion in Bad Segeberg. Außerdem am Anfang: eine (ganz) kurze Einführung in die germanischen Ursprünge des Thing.

Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg.

Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg.

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8 Gedanken zu „ZS119: Die NS-Thingbewegung – Thingstätten und Thingspiele

  1. Hallo Zusammen,

    Ich finde leider, dass die Folge irgendwie nicht euren üblichen Standards entsprach. Es fehlte mir die “Story”, die ihr sonst immer erzählt, stattdessen gab es zuviel “History”, die sonst so schön nebenbei eingeflochten wurde.

    Das fühlte sich für mich diesmal mehr wie Wikipedia-Artikel nacherzählt an.

    Bitte nehmt das nicht persönlich, ich höre euch sonst immer gerne…

    PS: Denkt mal über Patreon nach

    • Lieber Jan,

      danke für das Feedback! Schade, wenn dir die Folge nicht gefällt. Klar, die Geschichte hat einen anderen Erzählbogen, aber ich finde sie ehrlich gesagt wichtig, weil es ein vielfach vergessener Teil der NS-Geschichte ist.

      Patreon ist erstmal nicht geplant. Der effektivste Weg zu unterstützen ist per Überweisung, da bleibt am meisten bei uns hängen.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Hallo miteinander

    Immer wieder spannend, wie Meinungen sich unterscheiden können. 🙂

    Mein Freund und ich haben uns über die Folge gefreut und fanden es sehr spannend, etwas über Thingstätten zu lernen. Tatsächlich hatten wir noch nie von der Thingbewegung gehört und freuen uns darauf, den entsprechenden Freilichtbühnen nun mit anderen Augen begegnen zu können.

    Beste Grüsse

  3. Ich bin gerade am Aufholen (ca. 2 Episoden pro tag im Schnitt)
    Vorneweg. ihr seid echt Spitzenklasse. Bildung, Geschichte, Wissen zum zeitvertreib. Dankedankedanke, dass Ihr euch die Mühe macht.
    Zur Thingstättenepisode, die heute bei mir dran war:
    Ich wohne in dert Nähe von Heidelberg und kann nur jedem empfehlen die Thingstätte zu besuchen. Steingewordener Nationalsozialismus trifft es echt. Es ist quasi das Berliner Olympiastadion in kleiner und idyllischer.
    Dass dort die legendären Walpurgisnächte (an Neujahr war auch immer die Hölle los), nicht mehr stttfinden hat nicht nur mit Waldbränden zu tun.
    die Infrastruktur dort oben ist mies. Außerdem gibt es keine ausgebauten Zufahrtswege. Man muss durch die engen Straßen des naheliegenden Örtchens.
    Ansonsten wäre das der ideale Platz für Festivals jeder Art, aber alleine ausreichend Dixisklos dort hochzuschaffen würde die Geduld der Anwohner sicherlich über alle Maßen strapazieren.
    Wer Zeit und Kondition hat sollte übrigens über den Philosophenweg zur Thingstätte wandern, dann hat man auch einen schönen Blick auf die Heidelberger Altstadt. In der Altstadt hat man nur einen schönen Blick auf die ganzen Touris 🙂
    Und einen hab ich noch.
    Wenn man schon oben ist, nicht vergessen die paar Meter weiter zu laufen und das Michaelskloster (also die Überreste) besuchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Michaelskloster_(Heidelberg)
    Nicht nur ein interessanter Ort, sondern auch ein schöner Picknick- und Aussichtsplatz.

    • Hey,
      danke für das Feedback! Meine Hauptquelle war das Buch: Rainer Stommer. Die inszenierte. Volksgemeinschaft. Die »Thing-Bewegung« im Dritten Reich.
      Viele Grüße, Daniel

  4. Hallo zusammen,

    ich höre gerade alle Episoden durch, da ich nicht von Anfang an dabei war. Vielen Dank für den Podcast, Ihr macht das super, es ist eine Freude die Episoden zu hören. Nur EINER hat bei mir nicht das letzte Wort, das skippe ich weiter 😉 . Jetzt weiß ich zum ersten Mal selbst was zum Thema: Das Wort Thing kenne ich vom Herrn der Ringe. Die große Versammlung der Ents hieß dort Entthing. Offenbar aber nur in der deutschen Übersetzung. Laut Internet war das Wort im Original moot (laut Leo.org: Volksversammlung).

    Gruß aus dem Auenland
    Sven

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