ZS254: Eine kurze Geschichte des Kautschuks

Wir beschäftigen uns dieser Folge mit Kautschuk und seiner zentralen Bedeutung für die Industrialisierung und Kolonialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts: Der zunehmende Bedarf an Gummi sorgte für einen Kautschuk-Boom in Brasilien, wo im Amazonasgebiet der Kautschukbaum Hevea brasiliensis wächst. Der Boom dort war aber bald vorbei, nachdem Henry Wickham 70.000 Samen des Baumes nach London schmuggelte und kurze Zeit später in Südostasien die ersten Kautschuk-Plantagen angelegt wurden.

Die in der Folge angesprochenen Bücher sind The Devil’s Milk und The Thief at the End of the World.

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ZS253: Martin Frobisher und die Steine

Wir springen in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. England, unter Elizabeth I., ist zwar eine wichtige Macht in Europa, doch was koloniale und auch wirtschaftliche Bestrebungen angeht, hinken sie den Seefahrernationen Spanien und Portugal ziemlich hinterher.

Wir sprechen in dieser Folge über Martin Frobisher, eigentlich Freibeuter, der einen Plan ausheckt, auch England am Kuchen der Globalisierung mitnaschen zu lassen. Allerdings wird sich bald rausstellen, dass das alles gar nicht so einfach ist.

Das Episodenbild zeigt Martin Frobisher auf einem Gemälde aus dem Jahr 1777 von Cornelis Ketel.

Die verwendete Literatur ist einerseits “The Queen’s Conjurer” von Benjamin Woolley und spezifisch zu Frobisher das Buch “Sir Martin Frobisher” von Taliesin Trow.

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ZS252: Harvard Computers – Wie Astronominnen die Sterne neu sortierten

Wir springen in dieser Folge nach Harvard in die USA an die Sternwarte, das Harvard College Observatory. Der langjährige Direktor dort, Edward Pickering, setzte auf eine neue Technik, mit der in der Astronomie eine neue Ära eingeläutet wurde: die Fotografie. Die Auswertung der vielen Fotoplatten übernahm eine Gruppe Frauen, die heute als Harvard Computers bekannt ist. Diese Pionierinnen haben wegweisende Arbeiten gemacht und die Astrophysik auf ein neues Level gehoben, in einer Zeit, in der Frauen die wissenschaftliche Anerkennung verwehrt wurde.

Vielen Dank an Karl Urban, der uns nicht nur auf das Thema hingewiesen hat, sondern in dieser Folge als Experte zur Verfügung stand und uns die damals entdeckten astronomischen Erkenntnisse genauer erklärt hat. Karl macht neben seinen journalistischen Arbeiten auch seit vielen Jahren einen Podcast über Sterne und Steine: AstroGeo.

Das in der Folge erwähnte Youtube-Video, mit einem Einblick in das gigantische Glasplattenarchiv, findet sich hier.

Das Episodenbild zeigt die Harvard Computers mit Edward Pickering im Jahr 1913.

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ZS251: Der Schachtürke

Wir springen diesmal in die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Automaten, also mechanische Konstrukte, die selbständig jene Dinge tun, die eigentlich lebenden Wesen vorbehalten waren, sind gerade der große Renner. Und auch in Wien konstruiert der Beamte Wolfgang von Kempelen einen solchen Automaten um die Kaiserin zu beeindrucken.

Wir sprechen über diesen Automaten – den Schachtürken – und die Erfolge, die er bald darauf in ganz Europa feiern wird. Doch der faszinierende Automat birgt ein Geheimnis, das die Menschen selbst lang nach dem Ableben seines Erschaffers beschäftigen wird.

Das Episodenbild zeigt eine Gravur aus dem Pamphlet über den Schachtürken von Karl Gottlieb von Windisch.

Die verwendete Literatur ist „Kempelen – Zwei Maschinen“ von Brigitte Felderer und Ernst Strouhal, und “The Turk” von Tom Standage.

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ZS250: Eine kurze Geschichte der Bluttransfusion

Hier ist sie, die 250. Folge Zeitsprung! Seit 250 Wochen podcasten wir nun schon ohne Pause und erzählen uns Geschichten aus der Geschichte. Wir freuen uns, dass wir bis hierhin gekommen sind! Aber ohne euch, wäre das nicht passiert: Ein großer Dank an alle, die uns Zuhören, Feedback geben, kommentieren, Themenvorschläge schicken oder uns finanziell unterstützen! Aber Jubiläum hin oder her, wir sind ja zusammengekommen, um Geschichten zu erzählen und das machen wir daher auch in dieser Woche, so wie das hier üblich ist.

Wir springen an das Ende des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit einem Thema aus der Medizingeschichte: Ein deutscher Arzt löste mit einer Bluttransfusion 1873 einen Hype aus. Er übertrug das Blut eines Lammes und heilte damit angeblich eine schwerkranke Patientin. In der Folge schauen wir uns an, seit wann eigentlich Bluttransfusionen gemacht werden und wie die Lammbluttransfusion schließlich aus dem Repertoire der Humanmedizin wieder verschwand.

Das erwähnte Buch, das als Open-Access-Variante zur Verfügung steht: Boel Berner, Strange Blood. The Rise and Fall of Lamb Blood Transfusion in 19th Century Medicine and Beyond

Das Episodenbild zeigt eine Lammbluttransfusion aus einer Publikation von 1705 (Wellcome Library, London CC BY 4.0).

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ZS249: Das Malireich und die Pilgerreise des vielleicht reichsten Mannes der Geschichte

Wir springen in dieser Folge ins Mittelalter. Allerdings nicht wie so oft ins europäische, sondern ins afrikanische Mittelalter. Im westafrikanischen Malireich regiert im 14. Jahrhundert Mansa Musa, und wir sprechen über ihn, sein Reich und seine Pilgerreise nach Mekka, die weitreichende Folgen haben sollte.

Die Episodenfolge zeigt Mansa Musa im in der Folge erwähnten Atlas des Spaniers Abraham Cresques aus dem 14. Jahrhundert.

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ZS248: Der Venustransit von 1761/69 und das erste wissenschaftliche Großprojekt

Im Jahr 1761 fand eines der seltensten vorhersehbaren Ereignisse der Astronomie statt: Ein Venustransit. Das Ereignis wollten die bekanntesten Astronomen ihrer Zeit nutzen, um unser Planetensystem zu vermessen und den Abstand der Erde von der Sonne zu bestimmen. Zahlreiche astronomische Expeditionen starteten daraufhin in alle Himmelsrichtungen und nutzten die kolonialen Handelsrouten. Als erster zog der französische Astronom Guillaume Le Gentil los, um den Transit in Indien zu beobachten – doch für ihn kam es anders als geplant.

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ZS247: Der Emu Krieg von 1932

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1932, der Ort des Geschehens ist Westaustralien. Die im Rahmen eines Regierungsprogrammes dort angesiedelten Veteranen des 1. Weltkrieges haben neben den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise mit einem tierischen Problem zu kämpfen: Emus. Um das Problem in den Griff zu bekommen, beschließen die Veteranen die Regierung um Hilfe zu bitten. Was folgt ist einer der wohl kuriosesten militärischen Einsätze der Geschichte.

Das Profilbild zeigt einen Teil des australischen Wappens, das neben dem Känguruh auch einen Emu darstellt.

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ZS246: John Law und die Mississippi-Blase

Nach dem Tod des Sonnenkönigs, Ludwig XIV., 1715 muss sich sein Nachfolger dringend um den hochverschuldeten Staatshaushalt kümmern. Der Regent, Herzog von Orléans, bringt dafür John Law ins Spiel. Ein Schotte, der sein Geld mit Glücksspiel verdiente und aus einem englischen Gefängnis geflüchtet war, weil er bei einem Duell sein Gegenüber getötet hatte.

Law reformiert die französische Finanzpolitik recht umfassend und führt dabei erstmals in Frankreich Papiergeld ein. Um mehr Kredite und Geld in Umlauf zu bekommen, gibt er Anleihen aus, um den Handel mit der Kolonie Louisiana auszubauen. Diese Anleihen verkauften sich schnell und stiegen rasant im Wert. Doch statt Gold, Silber und Tabak kamen aus der Neuen Welt bald schlechte Nachrichten: Viele der Siedler und Siedlerinnen starben an Gelbfieber und die Böden waren zu sumpfig für eine landwirtschaftliche Nutzung.

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ZS245: Operation Paul Bunyan

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1976. In der sogenannten DMZ – der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea – eskaliert die Beschneidung eines Baumes mit tragischem Ausgang. Allerdings bleibt es nicht dabei, denn die darauffolgende Aktion – Operation Paul Bunyan – hat Potential den Begriff der Eskalation neu zu definieren.

Das Episodenbild zeigt den Baumstumpf des Baumes um den sich in dieser Folge alles dreht.

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