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Datum: 3. Oktober 2018 10:41 | Dauer: 0:36:48
Ein Zeitsprung über ein Mann, der die ultimative Geschichte schrieb

Wir springen diesmal ins Jahr 1000 nach der Zeitenwende. Ort des Geschehens ist ein Ort, der im heutigen Iran liegt, Protagonist ist ein Gelehrter, der heute in erster Linie als Al-Biruni bekannt ist. Der Universalgelehrte, zu diesem Zeitpunkt erst 29 Jahre alt, erhält einen kuriosen Auftrag: er soll für seinen Herrn das ultimative Geschichtswerk schreiben. Wir sprechen darüber, mit welchen Schwierigkeiten al-Biruni dabei zu kämpfen hat, und warum er ohne Weiteres der Vater der Globalgeschichte genannt werden könnte.

Datum: 26. September 2018 10:25 | Dauer: 0:35:45
Ein Zeitsprung über Kolonial- und Wirtschaftsgeschichte

Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns mit Chemiegeschichte: Es geht um Salpeter. Ein Stoff, Kaliumnitrat, von dem Europa im 19. Jahrhundert abhängig war, denn er war Hauptbestandteil von Schießpulver und Basis von Düngemittel für die Landwirtschaft. Mitte des 19. Jahrhunderts begann dann der industrielle Abbau von Salpeter. Nach dem Salpeterkrieg, ab 1884, sicherte sich Chile praktisch das Monopol auf den Handel mit Salpeter, das vor allem in der Atacama-Wüste abgebaut wurde. Doch der Boom währte nur kurz: Mit dem Haber-Bosch-Verfahren stand bald eine Alternative bereit, die dazu führte, dass der Handel mit Salpeter in den 1920er Jahren zusammenbrach und die vielen Fabriken in der Atacama-Wüste zu Geisterstädten wurden – die heute Teil des UNESCO Weltkultur-Erbes sind.

Datum: 19. September 2018 10:55 | Dauer: 0:42:07
Ein Zeitsprung über Charles Lindbergh und die Unsterblichkeit

Wir springen in dieser Folge in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit etwas Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Protagonisten der Geschichte sind der Nobelpreisträger Alexis und Carrel und - überraschenderweise - der Flugpionier Charles Lindbergh. Beide sind sie von einem Traum beseelt: den Menschen unsterblich zu machen. Wie sie das erreichen wollen und welche Wege sie bereit sind dafür zu beschreiten besprechen wir in dieser Folge.

Datum: 12. September 2018 12:27 | Dauer: 0:42:50
Ein Zeitsprung über eine Pseudowissenschaft

Wir springen etwa 100 Jahre zurück in die Sowjetunion und beschäftigen uns mit Trofim Denissowitsch Lyssenko und dem nach ihm benannten Lyssenkoismus. Der Agrarwissenschaftler entwickelt in den 1930er Jahren ein pseudowissenschaftliches Konzept, angelehnt an den Neo-Lamarckismus. Er vertrat aber nicht nur die Ansicht, dass Pflanzen Eigenschaften, die sie im Laufe ihres Lebens erworben haben, vererben können, sondern lehnte Mutation und Selektion gänzlich ab und negierte die Existenz von Genen als unsozialistisch und deshalb falsch. Allerdings gelingt es Lyssenko, Stalin von seinen Ideen zu überzeugen und so steigt sein Einfluss, bis der Lyssenkoismus nicht nur als alleinige Lehrmeinung festgeschrieben wurde, sondern die Genetik überhaupt als faschistische und bourgeoise Wissenschaft diskreditiert wurde und zahlreiche Forscher verfolgt wurden und ihre Stellen verloren. Und während der Lyssenkoismus viele Jahre als überwunden galt, lässt sich in letzter Zeit ein Neo-Lyssenkoismus beobachten.

Datum: 5. September 2018 10:48 | Dauer: 0:35:16
Ein Zeitsprung über eine duellierende, bisexuelle Opernsängerin aus dem Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts.

Wir springen in dieser Folge ins Frankreich des 17. Jahrhunderts. Im Jahr 1673 wird hier Julie d'Aubigny geboren und schnell stellt sich raus, dass sie einen Lebensweg beschreiten wird, der für eine junge Frau dieser Zeit äußerst ungewöhnlich ist. Fechtend und singend lebt und liebt sie sich u.a. durch Paris, Marseille und Brüssel, wohl ein Grund warum sie auch heute noch als eine der bedeutendsten Opernsängerinnen Frankreichs gilt.

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